Der erstmals ausgeschriebene Greenpeace Photo Award 2012 ist zu Ende. Wir freuen uns, Ihnen die Gewinnerin und den Gewinner vorzustellen:

 

Den Publikumspreis des Greenpeace Photo Award gewinnt:

Flurina Rothenberger

mit 1254 Stimmen

Ihr Projekt thematisiert Wasserverschmutzung und Klimawandel anhand der jährlichen Überschwemmungen in Thiaroye, einem Viertel in der Banlieu von Dakar, Senegal. Flurina Rothenberger arbeitet für ihre Fotodokumentation eng mit dem Musiker Goormak zusammen, der in diesem Quartier lebt. Diese Zusammenarbeit macht Rothenbergers Reportage authentisch und glaubwürdig.

Ihre Bildästhetik dramatisiert weder übermässig, noch ist sie aseptisch, sondern beruht eher auf dem Konzept der teilnehmenden Beobachtung einer Ethnologin. Rothenberger, auch biografisch verbunden mit dem afrikanischen Kontinent, ist sich der medialen Klischees sehr bewusst und sorgt vor. Durch Einbindung der Betroffenen vor Ort in die Kommunikation wird aus dem reinen Abbilden ein Einbinden, also ein gemeinsames visuelles Nachdenken über den Kreislauf von Mensch, Urbanisierung und Klimafaktoren.

Manù Hophan, Visual Communication, Greenpeace Schweiz
Lars Willumeit, Bildchef Du

Den Jurypreis des Greenpeace Photo Award gewinnt:

Jules Spinatsch

Jules Spinatsch bewegt sich in heikle Zonen hinein. Er beobachtet die Sicherheitsvorkehrungen des WEF in Davos, den Opernball in Wien, die Börse in Frankfurt und hier als Plan den Umgang mit der Atomenergie in der Schweiz. In jedem dieser Projekte installiert er computergesteuerte schwenk- und kippbare Netzwerk-Kameras (Webcams), die so programmiert werden, dass sie den Raum als Raum und zugleich im Zeitablauf über Stunden minutiös aufnehmen. Alle paar Sekunden oder jede Minute wird ein Bild geschossen. So entstehen Panoramaaufnahmen, die nicht nur eine räumliche, sondern auch eine zeitliche Übersicht liefern – die fast totale Überwachung im Dienste der Aufklärung.

Urs Stahel, Direktor Fotomuseum Winterthur
Leiter der Jury Greenpeace Photo Award

Wir wünschen Flurina Rothenberger und Jules Spinatsch viel Erfolg für ihre Arbeit und freuen uns auf die Publikation in der Zeitschrift Du im Frühsommer 2013.

Vielen Dank an Nathan Beck, Anne Gabriel-Jürgens und Peter Tillessen, die mit ihren engagierten, poetischen und subversiven Arbeiten die Ausstrahlung des Greenpeace Photo Award mitgeprägt haben.

Bedanken möchten wir uns auch bei Urs Stahel, dem Direktor des Fotomuseums Winterthur, und Lars Willumeit, dem Bildchef der Zeitschrift Du, die ihr Fachwissen zur Verfügung gestellt haben.

Herzlichen Dank auch an alle BesucherInnen der Website, die mit ihrer Stimmabgabe und den spannenden Kommentaren zum Gelingen des Greenpeace Photo Award beigetragen haben.

Über den Photo-Award